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Galerie 2026

Galerie 2026

Vielfältig, inspirierend, tollkühn: Standing Ovations bei der Eröffnung des VIA Kultursommers 2026
10. Juli, Ruine Hohenburg, Oberdrauburg
Fotos © Willi Pleschberger

Mit einem Feuerwerk an Klangfarben eröffneten die jungen Geschwister Limani (Katja, Nelia und Fabian) das 15. Jahr der „Musik aus allen Richtungen“ mit mehr als 20 Musikinstrumenten, verwegenen Geschichten und bezaubernden Gesangsstimmen im alten Gemäuer der Oberdrauburger Burgruine. LH‑Stellvertreterin und Kulturreferentin Gaby Schaunig hielt die Festrede. Sie betonte den hohen Stellenwert der kulturellen Nahversorger im ländlichen Raum und hob die Qualität dieses “Festivals des guten Miteinander” hervor.

Die Poesie des Wienerlieds – Die Stottern & Blech
15. Juli, LKH Laas
Fotos © alutche-photography.com

Im LKH Laas gab es wegen des Gewitters statt Panoramablick auf der Konzertterrasse volle Konzentration auf die Musik im ausverkauften Festsaal. Die legendären Strottern, Klemens Lendl (Violine) und David Müller (Gitarre), kongenial begleitet von Martin Ptak (Posaune, Harmonium) und Martin Eberle (Trompete, Flügelhorn) boten mit ihrer einzigartigen Neuinterpretation des Wienerlieds einen Abend voller feinsinnigem Humor, Nachdenklichkeit und Musik, die ins Herz ging. Zutiefst humanistisch ist ihre Musik, mit Liedern, die gleichzeitig kratzen und streicheln. Der begeisterte Applaus und die Standing Ovations am Ende sprechen für sich.

Tasten, Knöpfe, Stimmen: Großmütterchen Hatz und Laienakkordeonorchester Walletschek
Akkordeonworkshop und Chorworkshop, 22. und 23. Juli im Erlenhof 
© VIA

Franziska Hatz und Richie Winkler, ihre Band „Großmütterchen Hatz“ und ihr Laienorchester „Walletschek“ waren eine Woche lang in Kötschach-Mauthen zu Gast. Sie gestalteten zwei Workshops für Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen und erarbeiteten mit ihnen einige Stücke für Akkordeonorchester und traditionelle Lieder aus fremden Ländern. 25 leidenschaftliche Ziehharmonika-SpielerInnen aus Wien, Niederösterreich und aus der Steiermark genossen ihren Aufenthalt im Erlenhof, probten fleißig und musizierten gemeinsam mit den einheimischen TeilnehmerInnen.

Konzert Großmütterchen Hatz und Laienakkordeonorchester Walletschek
24. Juli, Aquarena, Kötschach-Mauthen
Fotos © alutche-photography.com

Der große gemeinsame Auftritt beim Konzert auf der Liegewiese der Aquarena: Das Baden im satten Akkordeonklang und das hinreißende Temperament von Franziska Hatz waren ein weiteres beglückendes Highlight dieses heißen Sommers – nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Mitwirkenden.

Veneterstein-Vorträge und Musikpicknick
25. Juli, Centrum Carnicum und Missoria
Fotos © VIA

Drei Wissenschaftler beleuchteten im Centrum Carnicum aus ihrer jeweiligen Perspektive den  Veneterstein, das ältestes Schriftdenkmal Österreichs mit Ritzzeichen aus vorrömischer Zeit: der Archäologe Ortolf Harl, der Geologe Hans-Peter Schönlaub und der Philologe Thomas Lederer. Bevor die zahlreichen BesucherInnen zu der geführten Wanderung auf die Missoria aufbrachen, spielten die „Valenteenies“, das Jugendorchester der TK Mauthen, für sie auf. Unterwegs trafen die Wanderer auf einen Flashmob der „Walletscheks“, und „Großmütterchen Hatz“ bot zu guter Letzt noch eine musikalische Erfrischung beim Picknick auf der Missoria.

Walletschek, Boeves Psalm von Lars Hollerm

Klangrausch jenseits von Genre-Schubladen – Grazer & Bittmann
1. August, Pfarrkirche Kötschach
Fotos © alutche-photography.com

Ein wahrer Klangrausch – voller überraschender Wendungen – war das Konzert des Duos Gratzer & Bittmann in der Pfarrkirche Kötschach. Mit ihrem Programm „Telemannia“ ließen Georg Gratzer (Saxofon, Klarinette und Bansuri – indische Bambusflöten) und Klemens Bittmann (Violine und Mandoline) musikalische Welten miteinander verschmelzen: Ausgehend von der barocken Klangkunst von Georg Philipp Telemann erschaffen sie faszinierende musikalische Brücken zwischen Klassik, indischer Musik, Jazz und Filmmusik. So hat man z.B. Elvis Presleys „Always on my mind“ und viele andere bekannte Stücke noch nie gehört – einfach hinreißend! Ein besonders bewegender Moment war das „Lacrimosa“ aus dem Requiem von Mozart. Standing Ovations!

Miteinander – Nadja Kayali und Duo Manjana
7. August, Pfarrkirche St. Daniel
Fotos © alutche-photography.com

Von den „Morgenkonzerten“ des Carinthischen Sommers inspiriert war die Begegnung von Intendantin Nadja Kayali mit dem Kärntner Duo Manjana – wetterbedingt nicht auf der Gurina, sondern in der Pfarrkirche St. Daniel. Kayali, deren Stimme alle Ö1-HörerInnen im Ohr haben, brachte einen Text des in Österreich lebenden syrischen Autors Omar Khir Alanam mit, Manfred Plessl (Violine) und Jana Thomaschütz (Violoncello) den nuancenreichen Klang. Dass Jana ganz unerwartet ihre ausdrucksstarke Jazzstimme erhob und die beiden ein gegen den Strich gebürstetes Kärntnerlied anstimmten, vollendete den Ohrenschmaus.

combined worlds – pantau-x & Timna Brauer
9. August, Drauforum Oberdrauburg
Fotos © alutche-photography.com

Uli Soyka tritt mit seiner Plattform pantau-x in ständig wechselnder Besetzung mit hochkarätigen internationalen Jazzmusikern auf. Für sein Projekt „combined world“ hat er die charismatische österreichisch-israelische Sängerin Timna Brauer eingeladen, die mit ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz das Publikum sofort in ihren Bann zog. Jazz, jüdische Musik, Weltmusik und Improvisation verschmolzen zu einer ganz eigenen Klangwelt. Der russische Geiger Aliosha Biz, der Schwede Kristian Lind am Kontrabass, der oberösterreichische Gitarrist Christopher Pawluk und der Wiener Uli Soyka an Schlagzeug, Spielsachen und Blockflöte beeindruckten mit ihrem außergewöhnlichen Können. Ihr großartiges Zusammenspiel machte den Abend zu einem Erlebnis, das mit tosendem Applaus und Standing Ovations gewürdigt wurde.

VIA FAMIGLIA – RosaRote Ferien
11. August, Waldschenke, Kötschach
Fotos © alutche-photography.com

Auf der Grundlage ihres Kinderbuches gestaltete Petra Schnabl Kuglitsch mit den Sängerinnen Sophia McArdle und Anaïs Leschanz, der Querflötistin Sabine Singer und den „Baumtrompetern“ aus Kötschach und Mauthen (Martin Kundert, seine Söhne Martin und Niklas und Leopold Ebner) den „VIA Famiglia“-Nachmittag für Groß und Klein. Eifrig unterstützte das Publikum auf der Wiese der Waldschenke mit Singen und Tanzen die KünstlerInnen, die auf Deutsch und Italienisch von den aufregenden Ferien der kleinen Rosa mit ihrer Regenbogenfamilie erzählten. Uraufführung!

Buchpräsentation: Geschichte, Geschichten und Musik an der Via Iulia Augusta
16. August, Pfarrhof St. Daniel
Fotos © alutche-photography.com

Der Autor Hannes Guggenberger, Helga Pöcheim und der Philologe Hubert Bergmann präsentierten das zweisprachige Buch „Via Iulia Augusta – Geschichte und Geschichten, Storia e Storie“, das, wie man hört, bereits auf vielen Nachtkastln liegt und immer wieder gern zur Hand genommen wird. Von den historischen Entwicklungen entlang der Via Iulia Augusta bis zur Herkunft verbreiteter Namen im Alpen-Adria-Raum wurde über spannende  Zusammenhänge berichtet, die so manches bekannte Detail in einem neuen Licht erscheinen lassen. Perfekt dazu passte die Mittelalter-Musik des Ensembles Dramsam aus Görz, gespielt auf originalgetrau nachgebauten Instrumenten: Drehleier, Laute und Flöten. Ein wunderbares Zusammenspiel von Geschichte, Sprache, Kultur und Musik!

Ingeborg Bachmann Literaturkonzert „Dichten für die Wahrheit“
22. August, Evangelische Friendenskirche Kötschach-Mauthen
Fotos © alutche-photography.com

Zunächst bot der Dokumentarfilm „Dichten für die Wahrheit“, den die ORF-Redakteurin und zukünftige Organisatorin des Bachmann-Preises Barbara Frank 2026 für ORF und ARTE produziert hat, ein facettenreiches Bild der großen Kärntner Autorin. Barbara Frank war anwesend und gab Einblicke in die Entstehung der Dokumentation. Im anschließenden Literaturkonzert stellten die von der Schauspielerin Natalie Krainer rezitierten Texte die Philosophin Bachmann in den Mittelpunkt. Der Saxofonist Edgar Unterkirchner, der auch die Musik zum Film komponiert und eingespielt hat, und Matthias Haslinger mit Tuba und Fender Rhodes schufen einen atmosphärisch dichten Klangraum. Das Publikum dankte mit Standing Ovations.

Jazz am Presseggersee – Katrin Weber Sextett
4. September, Strandbad Hermagor

© Hans Jost

Auf Einladung des Hermagorer Bürgermeisters Leopold Astner präsentierte das Katrin Weber Sextett ein VIA-Konzert am See. „Geballte Weiblichkeit im Jazzgewand“ – mit feinstem Jazz, Blues, brasilianischen Rhythmen und vertonten Gedichten von Else Laska Schüler und Mascha Kaléko erlebten wir zwischen dem See und den Karnischen Bergen den fließenden Übergang vom strahlend heißen Sommertag in die dunkle Nacht hinein. Katrin Weber und die Eleganz ihrer Gesangsstimme hinterließen einen bleibenden Eindruck, ebenso die kraftvollen Akzente der Bandmitglieder: David Dolliner (Kontrabass) und der brasilianische Schlagzeuger Luis Oliveira, Ilse Riedler (Saxofone), Gerd Rahstorfer (Trompete und Flügelhorn) und Stephanie Weninger am Klavier. Ihr Geschenk zum Jubiläum: der „Via Iulia Augusta Blues“ – ein Arrangement von Paul Schuberths Klanglogo mit Gesang. Unter den Gästen die Leiterin der Kulturabteilung Kärnten Brigitte Winkler-Komar.

VIA Studien- und Konzertfahrt 2026:
29.- 30. August

© Adi Prattes, ClaRoFe, Magdalena Gitschtaler, Ulrike Warmuth

Die Fahrt auf den Spuren der Via Iulia Augusta, perfekt organisiert mit dem Reisebüro Wilhelmer, führte diesmal in die vielfach unterschätzte Stadt Udine. 42 Reisende aus Kärnten, Wien und Graz besichtigten das über dem Tagliamento thronende Castello di Ragogna, die Mosaikschule Spilimbergo und, anschießend an einen aufschlussreichen Spaziergang durch die Altstadt von Udine, den Palazzo Patriarcale mit den Tiepolo-Galerien. Restlos begeistert waren wir alle vom klassischen Konzert am Abend, mit der vierzehnjährigen Geigerin Nina Rakočević, einem musikalischen Ausnahmetalent. Das letzte Ziel der Reise war die mittelalterliche Pilgerherberge Ospitale di San Giovanni in Gerusalemme in Majano, die heute noch dem selben Zweck dient und wo wir von den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen herzlich empfangen wurden.

VIA Zugabe: Hackbrett auf Weltreise
Hackbrett Chamber Fusion am 18.10. im Gasthof Grünwald, St. Daniel
Fotos © alutche-photography.com

Welche Überraschung: Ein Instrument, dem ich bisher nur wenig Aufmerksamkeit – und einige Vorurteile – entgegengebracht habe, entpuppte sich mit Hemma Pleschberger‑Schmölzer als äußerst wandlungsfähig und perfekt geeignet für musikalische Zeitreisen und Experimente. Herbstklang, Herzklang, Ausklang: So zart, bunt und bezaubernd wie Herbstlaub präsentierte sich das Konzert des Trios Hackbrett Chamber Fusion mit Hemma Pleschberger‑Schmölzer, Regina Wiesflecker und Robert Rasch. Es war verblüffend, welche Klangwelten mit dem Hackbrett entstehen können, einem Instrument, das wir sonst nur aus der Volksmusik kennen. Hinreißend: Chatschaturjans Säbeltanz! Ein absolut bereicherndes Konzerterlebnis mit einem großartigen Trio in wunderbarem Ambiente.

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